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Eiskunstlauf-Lexikon von A bis Z

Preisrichtergremium
Wertungssystem
Kader und Normen


Letzte Aktualisierung: 01.01.1970, 01:00 Uhr


Eiskunstlauf-Lexikon
von A bis Z


Den Buchstaben zugeordnet sind Figuren, Sprünge bzw. Elemente des Eiskunstlaufens (hier Einzellaufen)
A   B   C   D   E   F   G   H   I   K   L   M   P   R   S   T   Ü   V   W   Z

- A -


Arabeske (engl. Arabesque)
Bei der Arabeske ist der Oberkörper nach oben gestreckt. Sie kann vorwärts und rückwärts ausgeführt werden.
Das freie Bein ist dabei gestreckt.

Attitüde (engl. Attitude)
Die Attitüde ist ähnlich der Arabeske, nur dass das Knie des freien Beins gebeugt ist wie bei der Himmelspirouette.

Ausfallschritt (auch Fechter, engl. Lunge)
Bei diesem Ausfallschritt wird das Laufbein gebeugt und das freie Bein nach hinten gerade ausgestreckt, wobei der Schlittschuh über das Eis schleift. Der Oberkörper ist in der aufrechten Position.

Ausleger (engl. Cantilevers)
Man läuft sehr tief im Knie und beugt sich nach hinten.

Auswärts
Mit dem Standbein auf der Außenkante nach außen gelaufener Bogen oder Schritt.

Axel
Der Sprung, der am leichtesten zu erkennen, aber am schwierigsten durchzuführen ist. Der Axel ist der einzige Sprung, der vorwärts von der Außenkante des linken Fußes abgesprungen wird. Die Landung erfolgt dann rückwärts auf der Außenkante des rechten Fußes. Der dreifache Axel enthält 3½ Drehungen.
                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- B -


Besti Squat
weitere Variante des Spread Eagles, benannt nach Natalia Bestemianova. Die Knie werden soweit gebeugt, dass sich eine quadratische Form des Spread Eagles ergibt.

Biellmann-Pirouette
ist eine Variante der Standpirouette, die große Flexibilität erfordert. Benannt wurde sie nach der Schweizer Eiskunstläuferin Denise Biellmann. Man beginnt mit der aufrechten Pirouette, streckt sich nach hinten über die Schulter, fasst die Kufe des freien Fußes und dehnt sich in Richtung Decke aus (der Körper bleibt aufrecht). Normalerweise führen die Biellmann-Pirouette nur Damen aus.

Bogen
Kurvenlauf auf einem Bein; dabei gibt es acht Möglichkeiten:
links (L) - rechts (R); rückwärts (r) - vorwärts (v); auswärts (a) - einwärts (e); also Rve: rechts vorwärts einwärts

Bracket - siehe Gegendreier

Butterfly
beliebter Eingang in Pirouetten, bei dem von der linken Zackenspitze abgesprungen wird. In der Flugphase befinden sich Oberkörper und Rumpf waagrecht zum Eis. Die Beine werden mit Hilfe einer scherenartigen Bewegung ebenfalls in waagrechte Position gebracht. Die Landung erfolgt auf der rechten Zackenspitze, was diverse Pirouetten im Anschluss ermöglicht. Ein Eingang in eine Pirouette ist aber nicht zwingend notwendig.

Button
Ein heutzutage nur noch selten ausgeführtes einfaches Sprungelement, bei dem die Beine horizontal in die Luft gehoben werden und die Zehenspitzen von den Händen berührt werden.

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- C -


Candlestick spiral - siehe Charlotte Spiral

Cantilevers – siehe Ausleger

Catch Spiral
Bei dieser Spirale wird der Fuß, die Kufe oder das Knie des freien Beines während der Spirale gehalten. as Bein kann dabei ausgestreckt oder gebeugt sein.

Charlotte Spiral
Diese Spirale wird nur von wenigen Läufern gezeigt. Sie ist auch bekannt als Kerzenleuchter (engl. candlestick spiral).

Choctaw
ein Schritt, bei dem es zum Fuß-, Richtungs- und Kantenwechsel kommt. D.h. man beginnt zum Beispiel vorwärts auf der Außenkante des rechten Fußes zu laufen und endet rückwärts auf der Innenkante des linken Fußes. Häufig wird der Choctaw in den Schrittfolgen durchgeführt.

Counter - siehe Gegenwende

Cross roll
Schrittfolge mit wechselseitigem Übersetzen, vorwärts oder rückwärts. Immer Außenkante, Außenkante.

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- D -


Dreier
Wechsel der Laufrichtung auf einem Bein von vorwärts nach rückwärts (über die Schlittschuhspitze) oder von rückwärts nach vorwärts (über die Ferse) mit Kantenwechsel und Drehung mit Rotation im Sinne des Einlaufbogens

Dreiersprung (engl. walz jump oder three-jump)
Der einfachste aller Sprünge hat nur eine halbe Umdrehung und wird daher auch Kadettensprung genannt. Mit einem Dreier dreht man zunächst von vorwärts auf rückwärts und setzt dann auf das linke Bein vorwärts auswärts um. Der Absprung erfolgt ähnlich wie beim Axel von der linken Außenkante, das Spielbein schwingt von hinten nach vorn. In der Luft führt man eine halbe Drehung durch und landet rückwärts auf dem rechten Bein. Absprung vorwärts von der Außenkante des linken Fußes, Landung nach einer halben Drehung rückwärts auf der Außenkante des rechten Fußes (oder spiegelbildlich).

Doppelaxel
Absprung vorwärts von der Außenkante des linken Fußes, Landung nach 2 1/2 Drehungen rückwärts auf der Außenkante des rechten Fußes (oder spiegelbildlich), also 1 Drehung mehr als beim einfachen Axel

Doppelsprünge
Sprünge, bei denen in der Luft eine Drehung mehr rotiert wird als beim Einfachsprung

Dreifachaxel
Absprung vorwärts von der Außenkante des linken Fußes, Landung nach 3 1/2 Drehungen rückwärts auf der Außenkante des rechten Fußes (oder spiegelbildlich), also 2 Drehungen mehr als beim einfachen Axel.

Dreifachsprünge
Sprünge, bei denen in der Luft zwei Drehungen mehr rotiert wird als beim entsprechenden Einfachsprung einwärts mit dem Standbein vorwärts oder rückwärts auf der Innenkante nach innen gelaufener Bogen oder Schritt.

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- E -


Eingesprungene Sitzpirouette (engl. flying sit spin)
ist ein „Mischling“ zwischen einem Sprung und einer Pirouette. Um eine eingesprungene Sitzpirouette durchführen zu können, muss man vorwärts auf der Außenkante der linken Fußes beginnen mit dem freien Bein weg vom Eis und es hinter sich herziehen. Diese Position ist nicht unterschiedlicher als die normale Eingangsposition. Jedoch an diesem Punkt schwingt man mit dem freien Bein schnell vorwärts, springt vom Eis ab und fängt an, sich zu drehen. Schon während man in der Luft ist, nimmt man die Sitzposition ein (linkes Bein gebeugt, rechtes nach vorne gestreckt). Man landet auf dem linken Fuß und nimmt die übliche Sitzpirouetteposition ein. Eine andere Version der eingesprungenen Sitzpirouette beinhaltet einen Fußwechsel in der Luft: nachdem man die Sitzpositzion in der Luft eingenommen hat, streckt man das linke Bein vor und beugt gleichzeitig das rechte, auf dem man schließlich landet. Alternativ kann man eine eingesprungene Sitzpirouette über einen Butterfly machen, auch dann landet man auf dem rechten Fuß.

Einwärts
mit dem Standbein auf der Innenkante nach innen gelaufener Bogen oder Schritt

Euler
ein Verbindungssprung. Nach Anlauf springt man von der Außenkante des rechten Fußes ab. Die Landung erfolgt dann, nach einer Drehung, rückwärts auf der Innenkante des linken Fußes.

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- F -


Flieger - siehe Spirale

Flip
es handelt sich um einen sog. getippten Sprung, der die gleiche Absprungs- und Landungskante wie der Salchow-Sprung hat. Man beginnt rückwärts auf der Innenkante des linken Fußes (der rechte Fuß tippt kurz ins Eis) und landet rückwärts auf der Außennkante des rechten Fußes.

flying sit spin – siehe Eingesprungene Sitzpirouette

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- G -


Gegendreier (engl. bracket)
Wechsel der Laufrichtung auf einem Bein von vorwärts nach rückwärts (über die Schlittschuhspitze) oder von rückwärts nach vorwärts (über die Ferse) mit Kantenwechsel und gegen die Rotation des Einlauf- bzw. Auslaufbogens.

Gegenwende (engl. counter)
ein Drehschritt, bei dem auf einem Bein die Laufrichtung gewechselt wird ohne Kantenwechsel, gegen die Drehrichtung des Einlaufbogens, früher als Pflichtfigur zusammenhängend auf 3 Kreisen gelaufen

Getippter Sprung
ist ein Sprung, bei dem das freie Bein kurz ins Eis tippt und somit bei dem Absprung hilft.

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- H -


Himmelspirouette – siehe Layback Spin

Hydroblading
Hydroblading wurde in den 90er Jahren bekannt und im Eistanzen verwendet. Die Technik erfordert ausgiebiges Training, da hohe Ansprüche an die Balance gestellt werden. Hydroblading wurde auch von Einzelläufern übernommen.

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- I -


Ina Bauer
Ein Ina Bauer ist etwas ähnlich wie ein Spread Eagle. Die Kufen sind parallel versetzt und zeichnen zwei parallele Linien. Die hintere Kufe ist immer auf der Innenkante. Die Bewegung kann insgesamt ein Bogen oder gerade Linie ausführen. Benannt wurde dieses Element nach der deutschen Eiskunstläuferin Ina Bauer.

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- K -


Kadettensprung - siehe Dreiersprung

Kantensprung
ist ein Sprung, der von der Schlittschuhkannte abgesprungen wird.

Kerzenleuchter (engl. candlestick spiral) - siehe Charlotte Spiral

Kür
Laufen nach selbstgewählter Musik mit einer Folge von Schritten, Pirouetten, Sprüngen und Posen.

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- L -


Layback spin
ist eine sehr attraktive Variante der Standpirouette. Man kreuzt seine Arme vor dem Körper, lehnt sich zurück und blickt beim Drehen nach oben. Die Vielzahl der möglichen Arm-, Rücken- und Beinpositionen ist nur durch künstlerische Kreativität des Sportlers begrenzt.

Loop – siehe Rittberger

Lunge – siehe Ausfallschritt

Lutz
ein sogenannter getippter Sprung. Man springt rückwärts von der Außenkante des linken Fußes (mit der rechten Zacken im Eis) dreht sich mehrmals um die eigene Achse und landet rückwärts auf der Außenkante des rechten Fußes. Eine besondere Schwierigkeit ist der mit dem ausgestreckten Arm über dem Kopf gesprungene Lutz.

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- M -


Mohawk
Schritt mit halber Drehung, ohne Kantenwechsel, also von Innenkante auf Innenkante oder von Außenkante auf Außenkante.

Mond
mit auswärts gespreizten Beinen auf den Innen- oder Außenkanten gelaufene halbmondförmige Figur.

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- P -


Pflichtlaufen
wurde früher das Laufen nach genauen Vorschriften bezeichnet, wobei genau festgelegt wurde wie eine Figur aussehen soll und wo Drehungen zu erfolgen haben. Die Basis beim Pflichtlaufen war der Kreis. Wichtig waren auch die Haltung des Kopfes, Oberkörper, Arme und Hände und der Beine.

Pirouetten (engl. spins)
stammen aus dem Ballett, sind jedoch zu einem festen Bestandteil des Eiskunstlaufens geworden. Einfach zu sagen, geht es um eine Drehung auf einem Bein. Es gibt eine Vielzahl von möglichen Pirouetten, aber alle fallen unter die drei folgenden Kategorien – Stand-, Sitz- und Waagepirouetten. Alle Pirouetten können vorwärts oder rückwärts ausgeführt werden. Dies hat nichts mit der Drehrichtung zu tun, sondern mit dem Fuß auf dem man sie ausführt. Für einen „gewöhnlichen“ Eiskunstläufer (der sich nach links dreht) wird die Vorwärtspirouette auf dem linken Fuß und die Rückwärtspirouette auf dem rechten Fuß ausgeführt.

Pirouettekombination (engl. spin combination)
genauso wie Sprünge können auch Pirouetten in Kombinationen ausgeführt werden. Eine Pirouettenkombination ist eine Reihe von Pirouetten, bei der man die Position oder den Fuß wechselt, oder beides.

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- R -


Rebe
sind Schrittfolgen, bei denen beide Beine auf dem Eis bleiben und parallel oder nacheinander Drehungen ausgeführt werden. Alte Figuren zum Zeichnen bestimmter Muster auf dem Eis (z.B. Kleeblätter, Ornamente etc.).

Rittberger (engl. loop)
Anlauf und Absprung mit dem rechten Fuß rückwärts auswärts, nach einer Drehung Landung rückwärts auswärts auf dem Absprungbein (oder spiegelbildlich). Der Rittberger ist ein Kantensprung beim Eiskunstlauf und beim Rollkunstlauf (Rollsport). Benannt wurde dieser Sprung nach dem mehrfachen deutschen Vize-Weltmeister Werner Rittberger. Der Läufer gleitet erst mit beiden Beinen rückwärts auf dem Eis. Dann verlagert er sein Gewicht auf das rechte Bein, das in der Rechtskurve fest ins Eis gepresst werden muss, um nicht abzurutschen. Schließlich springt der Läufer nach hinten ab und dreht sich einmal oder mehrfach um jeweils 360 Grad (einfacher, zweifacher oder dreifacher Rittberger).
Der Rittberger wird auf jenem Bein gelandet, auf dem er abgesprungen wird. Im englischsprachigen Raum hat sich der Name “Rittberger” nicht durchgesetzt, dort wird der Ausdruck “loop (jump)” (Schleifensprung) verwendet.

Rocker – siehe Wende

Russischer Spreizsprung (engl. Russian split)
ist eine Variante des Spreizsprunges. Absprung und Landung gleicht dem Spreizsprung, die Luftposition ist jedoch verändert. Die Beine werden in eine „V-Position“ gegrätscht und die Hände strecken sich zur Seite, um die Schlittschuhspitze zu berühren.

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- S -


Salchow
es handelt sich um einen sogenannten Kantensprung, er wurde nach seinem Erfinder, dem schwedischen Eiskunstläufer Ulrich Salchow, benannt. Er wird rückwärts von der Innenkante des linken Fußes abgesprungen und rückwärts auf der Außenkante der rechten Fußes gelandet.

Schlangenbogen
Pflichtfigur bzw. Schrittfolge mit Kantenwechsel, dadurch gleitender Übergang von einem Kreisbogen zum anderen (früher als Pflichtfigur mit 3 Kreisen, je 1 1/2, gelaufen).

Schlinge
Pflichtfigur mit enger Drehung auf einem Bein um 360 Grad und Schwungauslauf (früher als Pflichtfigur auf zwei kleinen Kreisen gelaufen).

Scratch Spin
eine Variante der Standpirouette. Zu Beginn dieser Pirouette steht man aufrecht, das freie Bein nach vorn zur Seite gestreckt. Dann wird das freie Bein immer mehr zum Körper hin ausgestreckt bis es das Standbein kreuzt. Zur gleichen Zeit werden die Arme ebenfalls an den Körper gezogen oder über dem Kopf zusammengeführt. Durch die deutliche Verringerung des Rotationsradius wird eine hohe Rotationsgeschwindigkeit erreicht. Diese Pirouette ist in vielen Programmen die Schlusspirouette.

Sitzpirouette (engl. sit spin)
bei der Grundsitzpirouette „hockt“ der Eiskunstläufer auf einem Bein, das freie Bein wird gerade nach vorne ausgestreckt.

Spezialfiguren
Es handelt sich um den sog. „dekorativen“ Eislauf – der Eiskunstläufer erstellte auf dem Eis beliebige Figuren nach den eigenen Vorstellungen. Diese Eislaufart erhielt sich bis zum Ersten Weltkrieg und war auch Bestandteil der Eiskunstlaufbewerbe.

Spirale (engl. spiral, im Deutschen auch Flieger)
Man gleitet auf einem Fuß wobei das freie Bein nach hinten gestreckt wird. In einer guten Spirale wird das freie Bein mindestens in der Hüfthöhe, kann aber natürlich noch höher, fast vertikal, ausgestreckt werden. Im Unterschied zu Arabesken ist der Oberkörper bei den Spiralen mehr nach vorn geneigt. Spiralen können vorwarts oder rückwärts gelaufen werden.

Spreizlutz
Absprung rückwärts von der Außenkante des linken Fußes mit Eintippen der rechten Fußspitze ins Eis. Nach einer Drehung gegen die Rotationsrichtung des Anlaufs und mit in der Luft weit gespreizten Beinen Landung rückwärts auswärts auf dem rechten Fuß (oder spiegelbildlich).

Spread Eagle (auch Mond)
ist eine gleitende Bewegung, die auf zwei Füßen, auf der Innenkante oder Außenkante gelaufen wird, wobei die Fußhaltung ca. einen 180 Grad-Winkel ergibt. Kantenwechsel sind auch möglich.

Spreizsprung (engl. split)
ist ein Verbindungssprung. Man läuft rückwärts auf der Innenkante des linken Fußes, tippt kurz mit dem rechten Fuß ins Eis und springt mit halber Körperdrehung in die Luft, dann spreizt man oder grätscht die Beine und landet vorwärts auf dem linken Fuß. Siehe auch Russischer Spreizsprung.

Sprungfolge (engl. jump sequence)
besteht mindestens aus zwei Sprüngen zwischen denen einen Fußwechsel oder Umdrehungen ausgeführt werden.

Sprungkombination (engl. jump combination)
besteht aus mindestens zwei Sprüngen, die unmittelbar nacheinander folgen. Der zweite Sprung wird von der gleichen Kante abgesprungen auf der der erste Sprung landete (d.h. es gibt keine Umdrehungen oder Fußwechsel zwischen den Sprüngen).

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- T -


Thoren - siehe Euler

Tipp-Rittberger - siehe Toe Loop

Three-turns – siehe Dreier

Toe-Loop
wurde in der einfachen Ausführung als relativ leichter Sprung bezeichnet. Man springt rückwärts von der Außenkante des rechten Fußes ab (sticht dabei mit der linken Schlittschuhbezahnung ein), dreht sich in der Luft mehrfach um sich herum und landet rückwärts auf der Außenkante des rechten Fußes. Weil man sich mit dem Hilfsbein einstechen muss, gehört dieser Sprung in die Kategorie der sog. getippten Sprünge. Er wird einfach, doppelt, dreifach und sogar vierfach gesprungen.

Twizzle
eine einfache oder mehrfache Drehung auf einem Bein, bei der sich der Läufer über das Eis fortbewegt. Durch die Fortbewegung unterscheidet sich das Eistanz-Element Twizzle von einer Pirouette, bei der sich der Läufer auf der Stelle dreht. Durch die kontinuierliche, ununterbrochene Drehung unterscheidet sich der Twizzle von einer bloßen Aneinanderreihung von Dreiern.

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- Ü -


Übersetzen
nennt man die Schrittfolge, bei der in der Kurve ein Bein über das andere aufs Eis gesetzt wird.

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- V -


Verbindungselemente
sind alle Bewegungen, die man zwischen Sprüngen und Pirouetten in dem Programm (Kurzprogramm oder Kür) ausführt, wie z.B. Spiralen, Spread Eagle, Ina Bauer usw. In einem gut choreografisch ausgearbeiteten Programm ist ihre Funktion bedeutsamer als nur lauter Füllung zwischen den „großen“ Elementen – sie tragen zum gesamten künstlerischen Ausdruck des Programms bei. Die Vielzahl der Verbindungselemente ist meistens nur durch Phantasie und Fähigkeit des Eiskunstläufers und Choreographen begrenzt.

Vierfachsprünge
Sprünge, bei denen in der Luft drei Drehungen mehr rotiert wird als beim entsprechenden Einfachsprung (bislang bei Toe Loop, Salchow und Flip).

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- W -


Waage
ist eine Figur, bei der Körper und Spielbein eine waagerechte Haltung einnehmen.

Walley (Einwärts-Rittberger)
Anlauf von rechts rückwärts auswärts und Absprung mit diesem rechten Fuß rückwärts einwärts nach einem kurzen Schlangenbogen, nach einer Drehung Landung rückwärts auswärts auf dem Absprungbein.

Wende
ist ein Drehschritt, bei dem auf einem Bein die Laufrichtung gewechselt wird ohne Kantenwechsel, in der Drehrichtung des Einlaufbogens, gegen die Drehrichtung des Auslaufbogens, früher als Pflichtfigur zusammenhängend auf 3 Kreisen gelaufen.

                                                                                                                                                    ↑ top ↑
- Z -


Zirkel
ist eine Figur, bei der ein Bein mit der hinteren oder vorderen Spitze ins Eis gesetzt wird und zirkelartig mit dem anderen Bein vorwärts oder rückwärts Kreise gelaufen werden.



Preisrichtergremium                                                                                                       ↑ top ↑


Das „alte“ System

Das „6.0 System“ wurde bis zu den Weltmeisterschaften 2004 verwendet.

altes 6.0 Bewertungssystem    Jeder Preisrichter vergab Noten auf einer Skala von 0 bis 6
   (Wertung siehe Schema / Abbildung)

   Zur feineren Unterscheidung der Wertung verwendete man
   Dezimalstellen (z. B. 1,2 – 3,8 – 5,5).

   Jedes teilnehmende Land bzw. jeder zugelassene Verband
   (international) stellte je Disziplin einen Preisrichter.
   Zum Einsatz kamen jedoch nur 9 Preisrichter, die ausgelost wurden.

Jeder Preisrichter vergab für jedes gelaufene Programm eine A-Note für die technische Ausführung und die Schwierigkeit des Programms sowie eine B-Note für den künstlerischen Ausdruck.

Beide Noten wurden pro Preisrichter addiert, woraus sich dann der Platzierungsvorschlag (Platzkennziffer, z.B. Platz 1, Platz 2 usw.) des Preisrichters ergab. Die Platzierung des Läufers bzw. Paares wurde nach einem Mehrheitsprinzip aus den Platzkennziffern der einzelnen Preisrichter bestimmt.

Um die Gesamtplatzierungen für einen Wettbewerb aus Kurzprogramm und Kür (bzw. Eistanz: Pflicht-, Originaltanz und Kür) zu erhalten, wurden die Einzelplatzierungen mit Gewichten multipliziert und addiert. So zählte das Kurzprogramm zu 1/3, die Kür zu 2/3, was Faktoren von 0,5 für das Kurzprogramm und 1,0 für die Kür entsprach. Die niedrigste gewichtete Summe nach dieser Rechnung kennzeichnete Platz 1 der Gesamtwertung.


Das „neue“ Wertungssystem

Um die subjektiv bewertete Sportart Eiskunstlaufen transparenter und objektiver zu gestalten, hat die ISU (Internationeal Skating Union) ein neues Wertungssystem entwickelt, das seit der Saison 2004/2005 das „alte“ System (inzwischen „6.0 System“ genannt) international abgelöst hat. Dem Wertungssystem (engl. ISU Judging System) der Internationalen Eislaufunion liegt eine vollkommen neue Berechnung der Wettkampfergebnisse zugrunde. Mit dem Einsatz eines digitalen Videosystems im Wettkampf sind die Preisrichter in die Lage versetzt, Elemente wiederholt zu betrachten und damit objektiver zu bewerten.

Funktionäre

Die drei Hauptfunktionäre, die den Wettbewerb überwachen und die durchgeführten Programmelemente beurteilen, sind der Technische Kontrolleur, der Technische Spezialist und der Technische Spezialistengehilfe. Alle müssen höchstes Wissen über die technischen Aspekte von Einzel-, Paarlauf, Eistanzen oder Synchroneiskunstlauf besitzen.

Die für ein konkretes Ereignis nominierten Hauptfunktionäre müssen wenn irgend möglich von verschiedenen Mitgliedern der ISU stammen.

Technischer Spezialist

Der Technische Spezialist (engl. Technical Specialist) stellt fest, welche Eiskunstlaufelemente durchgeführt wurden und was ggf. das Schwierigkeitsniveau war. (Für bestimmte Elemente sind verschiedene Schwierigkeitsstufen durch das ISU-Wertungssystem festgelegt.) Die Arbeit des Technischen Spezialisten erlaubt es den Preisrichtern, sich auf das Zensieren der Qualität jedes Elements im Programm eines Eiskunstläufers zu konzentrieren.

·   Erkennen und Benennung der durchgeführten Elemente;
·   Erkennen und Benennung des korrekten Schwierigkeitsniveaus für durchgeführte Elemente;
·   Erkennen nicht erlaubter Elemente;
·   Erkennen der kreativen Elementzugabe;
·   Erkennen und Stornierung von zusätzlichen Elementen.

Die Benennung der Elemente durch die Technischen Spezialisten wird vom Technischen Kontrolleur überwacht und wenn nötig auch korrigiert. Falls jedoch beide Technischen Spezialisten (Spezialist und Spezialistengehilfe) gegen diese Korrektur sind, hat ihre Ausgangsentscheidung Bestand.

Technischer Kontrolleur und Technischer Spezialistenassistent

Der Technische Kontrolleur (engl. Technical Controller) und der Technische Spezialistenassistent (engl. Assistant Technical Specialist) helfen dem Technischen Spezialisten und stellen sicher, dass alle potenziellen Fehleinschätzungen sofort korrigiert werden. Der Technische Kontrolleur kann die vom Technischen Spezialisten getroffene Feststellung zurückweisen, wenn der Technische Kontrolleur denkt, dass ein Element nicht richtig festgestellt (benannt) wurde. Jede dieser Einzelpersonen wird bei den Wettbewerben mit Hilfe von Tonband- und Videoaufnahmen überwacht.

·   Der Technische Kontrolleur muss entweder als Mitglied der ISU-Technischen Kommission qualifiziert sein
     oder als ISU-Referee, ISU-Preisrichter oder internationaler Referee.
·   Der Technische Kontrolleur kann einen Technischen Spezialisten ersetzen, wenn er aus dringenden
     Gründen nicht in der Lage ist, seine Aufgaben fortzusetzen.

Aufgaben des Technischen Kontrolleurs (eine Auswahl)

·   überwacht und behebt wenn nötig die Feststellung von Elementen, die Eingabe ihres Namens und der
     Schwierigkeitsniveaus. Falls jedoch beide Technischen Spezialisten gegen eine Korrektur sind, bleibt ihre
     Ausgangsentscheidung erhalten.
·   autorisiert oder korrigiert die Stornierung von Elementen;
·   autorisiert oder korrigiert die Erkennung von nicht erlaubten Elementen;
·   bestätigt oder korrigiert kreative Elementzugaben;
·   bestätigt die Stornierung von zusätzlichen Elementen;
·   nimmt an der Siegerehrung teil.

Der Technische Spezialistenassistent greift nur im Notfall ein. Sein Rat wird jedoch erbeten, falls es zwischen dem Technischen Kontrolleur und dem Technischen Spezialisten zum Zwiespalt kommt.

Der Technische Kontrolleur sitzt neben dem Technischen Spezialisten und dem Technischen Spezialistenassistenten. Mit dem Technischen Spezialisten und dem Daten-Operator ist er durch einen Sprachanschluss (Kopfhörer) verbunden. Sein Platz ist mit Touchscreen ausgestattet, wenn möglich.

Daten-Operator/Replay-Operator

Daten-Operatoren müssen gute Computerfähigkeiten besitzen und mit Touchscreens vertraut sein. Sie werden aus Eiskunstläufern, Trainern, Preisrichtern und Referees rekrutiert.

Aufgaben eines Daten-Operators

·   Eingabe der vom Technischen Spezialisten genannten Elemente;
·   Eingabe der genannten Schwierigkeitsniveaus;
·   Korrektur der Elemente oder Schwierigkeitsniveaus nach der Anweisung des Technischen Kontrolleurs;
·   Eingabe eines Highlight-Bonus, der ggf. vom Technischen Kontrolleur ausgewiesen wurde.

Der Daten-Operator sitzt neben dem Technischen Kontrolleur und dem Technischen Spezialisten und hat einen guten Überblick über die Eisfläche. Er ist mit dem Technischen Kontrolleur und dem Technischen Spezialisten i.d.R. durch einen Sprachanschluss (Kopfhörer) verbunden.

Der Replay-Operator identifiziert den Beginn und das Ende jeden gelaufenen Elementes in der Videoaufnahme. Er muss ein gutes Verständnis von Eiskunstlaufen haben, da er die Elemente in ihrem Ansatz erkennen muss. Er sitzt neben den Preisrichtern. Mit dem Technischen Kontrolleur und dem Technischen Spezialisten ist er i.d.R. durch Kopfhörer verbunden.

Referee

Der Referee oder Schiedsrichter ist eine Person, die für den Wettkampf in Bezug auf alle Fragen und Entscheidungen zu ISU-Regeln verantwortlich ist.

Aufgaben des Referee (eine Auswahl)

·   gibt dem Musikverantwortlichen das Signal zum Starten der Musik;
·   erlaubt ggf. dem Sportler, den Start zu wiederholen;
·   kann das Eislaufen aufschieben, wenn das Publikum den Wettkampf unterbricht oder seinen regulären
     Verlauf behindert;
·   kann einen Sportler aus dem Wettkampf ausschließen, wenn es notwendig und begründet ist sowie einen
     Preisrichter oder Funktionär ersetzen;
·   nimmt an der Siegerehrung teil.

Der Referee sitzt zwischen den anderen Preisrichtern längs der Eisbahnseite. Der Referee hat Touchscreen, i.d.R. Telefon/Sprechanlage und ein Walkie-Talkie zur Verfügung.

Preisrichter

Die Preisrichter (engl. Judges) konzentrieren sich völlig auf die Bewertung der Qualität jedes einzelnen Elements und die Qualität der fünf Programmbestandteile. Ihre Noten basieren auf spezifischen Kriterien für jedes Element und liefern eine komplette Einschätzung der Fähigkeiten und der Leistung jedes Eiskunstläufers. Die Jury besteht aus zwölf Preisrichtern, aus denen der Computer neun zufällig auswählt. Nur die Bewertungen dieser neun Preisrichter gehen in die Resultate ein. Die Auswahl der Preisrichter gilt für ein gesamtes Segment (z. B. Kurzprogramm) eines Wettbewerbs. Allerdings ist es während des Wettbewerbs niemandem bekannt, welches die neun „zählenden“ Preisrichter sind. Alle zwölf Preisrichter arbeiten gleichermaßen mit.
Um aus den Bewertungen der neun „zählenden“ Preisrichter die Gesamtbewertung eines einzelnen Elementes zu berechnen, ignoriert man den höchsten und den niedrigsten Wert und bildet den Durchschnitt der restlichen sieben Werte („gestutztes“ Mittel).

Pflichten eines Preisrichters

·   Online-Bewertung
        ·   Benotung der Qualität jedes durchgeführten Elements/Teils (Eistanzen) mit dem „Grad der
             Durchführung“ (engl. Grade of Execution, kurz GOE);
        ·   Benotung der fünf anderen Bestandteile
        ·   Eislauffertigkeit
        ·   Verbindungselemente
        ·   Fußarbeit und Timing (nur für Pflichttänze)
        ·   Präsentation / Durchführung
        ·   Choreographie / Komposition
        ·   Interpretation

·   Offline-Bewertung
        ·   Für jeden einzelnen Teilnehmer wird die Bewertung noch in einer Papierversion erzeugt.

Alle Preisrichter sitzen entlang der Bande auf der Längsseite der Eisbahn mit einem freien Blick auf die Eisfläche. Blickt man mit den Preisrichtern in Richtung Eisfläche, so sitzt der Preisrichter Nr. 1 ganz außen links. Jedem Preisrichter steht ein Touchscreen mit Videowiederholungssystem zur Verfügung. Alle nötigen Informationen sind auf dem Bildschirm zu sehen.

Bis hierhin die Informationen zum Bewertungsgremium. Weiter geht es mit dem eigentlichen Bewertungsinhalt.



Wertungssystem                                                                                                               ↑ top ↑


Technisches Ergebnis

Wenn ein Eiskunstläufer ein Element durchgeführt hat, kennzeichnet es der Technische Spezialist, überwacht vom Technischen Kontrolleur. Sein jeweiliger Punktwert wird auf den Bildschirmen der Preisrichter angezeigt. Jeder Preisrichter beurteilt dann die Qualität des Elements, den Grad der Durchführung (engl. Grade of Execution, kurz GOE). Bei bestimmten Elementen wie Pirouetten und Schrittfolgen wird ein Schwierigkeitsniveau zugeteilt.

Wertskala

Die Wertskala (engl. Scale of Values, kurz SOV) beinhaltet Grundwerte aller Elemente und Regelungen für die Qualität ihrer Ausführung. Die Wertskalatabelle (engl. Scale of Values Table) der Elemente für Einzellauf, Paarlauf und Eistanzen wird jährlich durch die ISU veröffentlicht und kann durch eine ISU-Kommunikation geändert werden.

Schwierigkeitsniveau

Die Technischen Spezialisten präzisieren den Namen und das Schwierigkeitsniveau (engl. Level of Difficulty) jedes Elements.

·   Hebungen und Todesspiralen (Paarlauf), Pirouetten, Schritte und Spiralen (Einzel- und Paarlauf) sind in
     3 Niveaus geteilt, abhängig von ihrer Schwierigkeit:
     Niveau 1 – einfachste,
     Niveau 2 – schwierigere und
     Niveau 3 – schwierigste Durchführung eines Elements.
·   Beim Eistanzen sind alle Elemente in mindestens 3 Niveaus geteilt, abhängig von ihrer Schwierigkeit.
·   Sprünge mit gleichem Schwierigkeitsniveau werden in der Kür leicht höher bewertet, wenn sie in der
     zweiten Hälfte des Programms ausgeführt werden. (Gegen Ende des Programms lässt die Kraft
     normalerweise nach.) Dies geschieht durch Multiplikation des Grundwertes mit einem Faktor 1,1.

Eine Beschreibung der Eigenschaften, die einem Element ein bestimmtes Schwierigkeitsniveau geben, wird in den ISU Kommunikationen veröffentlicht und aktualisiert.

Grad der Durchführung

Während eines Programms bewerten mit Hilfe der GOE (Grade of Exicusion) die Preisrichter jedes Element innerhalb eines Stufenbereiches von +3 bis -3 (d. h. +3, +2, +1, Grundwert, -1, -2, -3). Als erstes bewertet man die positiven Seiten einer Durchführung, was den Gesamtwert des Elementes erhöhen kann, und dann folgen Abzüge, wenn Fehler gemacht wurden.
Jedem Plus- oder Minus-Grad ist einen eigener numerischer Punktwert in der Wertskalatabelle zugeordnet. Dieser Punktwert wird später zum Grundwert addiert. Ein Ausführungsgrad von zum Beispiel +3 kann je nach Element einen Punktwert von +3, +2, +1,5 oder auch +1 ergeben. Die Punktwerte liegen auch nicht unbedingt symmetrisch zur Null: Für ein Element, bei dem ein Ausführungsgrad von +3 einen Punktwert von +1,5 ergibt, kann dem Grad -3 durchaus ein Punktwert von -2,1 oder -1,0 zugeordnet sein. Die Richtlinien der Bewertung werden über ISU-Kommunikationen veröffentlicht und aktualisiert. Damit können auch die Grundwerte und GOE-Punktwerte von Saison zu Saison variieren.

Technischer Gesamtwert

Der Gesamtgrad für die Ausführung eines Elementes, der in veröffentlichten Detailergebnissen als GOE angegeben ist, wird vom Computer als gestutztes Mittel über die GOE-Punktwerte der „zählenden“ Preisrichter berechnet. (Siehe dazu unter Preisrichter.) Durch Addition des Gesamtgrads zum Grundwert erhält man die Wertung des Elementes. Der technische Gesamtwert (engl. Total Element Score) ergibt sich als Summe der Wertungen für die einzelnen technischen Elemente.

Programmbestandteile

Zusätzlich zum technischen Ergebnis vergeben die Preisrichter Punkte für fünf Programmbestandteile (engl. Program Components), und zwar auf einer Skala von 0 bis 10 in Schritten von 0,25. Die Programmbestandteile sind folgende: Eislauffertigkeit, Verbindungselemente, Präsentation / Durchführung, Choreographie / Komposition und Interpretation.



Im Eistanzen haben die Pflichttänze nur vier Programmbestandteile: Eislauffertigkeit, Timing, Präsentation / Ausführung und Interpretation. Das liegt daran, dass bei Pflichttänzen die Schrittfolgen genau vordefiniert sind, also die Choreographie für alle Paare gleich ist.
Das Jury-Ergebnis für jeden Programmbestandteil wird vom Computer als gestutztes Mittel über die Wertungen der „zählenden“ Preisrichter errechnet. (Siehe unter Preisrichter.) Das Ergebnis für jeden Programmbestandteil wird noch mit einem Faktor multipliziert, sodass die Programmbestandteile mit unterschiedlichem Gewicht in die Summe eingehen und die Summe mit dem technischen Gesamtergebnis ungefähr ausgeglichen ist. Alle Werte werden auf zwei Dezimalstellen nach dem Komma gerundet.
Die höchstmögliche Wertung für jeden der fünf Programmbestandsteile ist offensichtlich 10,00 Punkte. Trotzdem ist der maximale Punktgewinn durch alle fünf Bestandteile wegen der Multiplikation mit Gewichtungsfaktoren nicht einfach 50 Punkte. Beim Kurzprogramm bzw. bei Pflicht- und Originaltanz sind die Faktoren kleiner, bei der Kür größer. Auch ist die relative Gewichtung der Programmbestandeile durch die Faktoren bei Kurzprogramm und Kür bzw. Pflichttanz, Originaltanz und Kür jeweils unterschiedlich.
Im Folgenden werden einige Aspekte beschrieben, die von den Preisrichtern wahrgenommen werden sollen, wenn sie die Programmbestandteile bewerten.

Eislauffertigkeit

demnächst gehts weiter ...